
… für Großgruppen
Neben der „klassischen Mediation“ zählt man häufiger auch die Durchführung von allgemeinen Partizipationsverfahren und in einem weiten Sinne auch die (Konflikt-)moderation zu den Aufgaben eines für Großgruppen ausgebildeten Mediators (das ist eine zusätzliche spezielle Fortbildung neben der Ausbildung zum Mediator im allgemeinen).
- Partizipationsverfahren sind enorm vielfältig und können ganz individuell für jeden Fall konzipiert werden – auch das kann bereits Aufgabe eines Großgruppen-Mediators ein. Das können (jeweils immer angepasste) „Runde Tische“ sein, „World Cafés“, „Zukunftswerkstätten“, Bürger*Innenrat, Lenkungskreise etc etc. Welche Format passend und zielführend ist und wie es am Besten individuell angepasst wird, fällt in die Kompetenz des Mediators. Im folgenden Schritt führt er idealerweise das Verfahren auch selbst durch und wertet es aus, muss er aber nicht zwingend.
- Auch die Moderation kann man in einem weiten Sinne zu den Kompetenzbereichen eines Großgruppen-Mediators zählen. Der Mediator hat Kommunikationsstrategien und -kompentenzen erlernt und ist ausgebildet, Gruppen in friedliche Bahnen zusammenzuführen. Die Großgruppen-Mediation beinhaltet im Prinzip bereits eine ganz bestimmte Form der „Moderation“. Das befähigt ihn auch ganz generell zum Moderieren von Gruppen, auch von nicht-konfliktuellen.
Ich habe eine Qualifikation für Großgruppenmoderation im Bereich „Umwelt und Planung“, dazu einige Fortbildungen gemacht sowie auch im Bereich „Moderationstechniken“.

Foto der Kühe: Pixabay, Foto an der Tafel: Dialogprozess 2024